Samstag, 1. November, 18 Uhr MOTETTE
Heiner Graßt, Orgel
Geistliches Wort: Rudolf Grote
Der in Essen lebende Organist Heiner Graßt war unter anderem
Schüler von Ewald Kooiman in Amsterdam und erfolgreicher Teilnehmer
an Orgelwettbewerben. Er wird in derMOTETTE Werke von Johann Sebastian
Bach und aus der Romantik spielen.
Donnerstag, 20. November, 20 Uhr,
Gemeindesaal
HÖREN UND VERSTEHEN
Prof. Dr. Heinz Ludwig Arnold über Friedrich Dürenmatts
Der Frieden wird immer gefährlicher (als Einführung in
das Konzert am 23.11.)
Sonntag 23. November, 20 Uhr
Konzert
TILO MEDEK: FRIEDENSKANTATE
(nach einem Text von F. Dürrenmatt)
WOLFGANG AMADEUS MOZART:
REQUIEM
(Fassung von Robert D. Levin)
Danuta Dulska, Sopran
Kerstin Rosenfeld, Alt
Achim Kleinlein, Tenor
Konstantin Heintel, Bass
Göttinger Stadtkantorei; Göttinger
Symphonie Orchester
Leitung: Bernd Eberhardt
In Erinnerung an die 68er Bewegung und im Gedenken an den vor knapp
zwei Jahren verstorbenen Komponisten Tilo Medek wird an diesem Abend
die Vertonung des Gedichtes "Der Friede wird immer gefährlicher"
aufgeführt.
Dieser zeitkritische Text wurde von Dorothea Medek mit Psalmtexten
der Bibel zu einer Textmontage verknüpft. Tilo Medek emigrierte
im Zuge der Ausbürgerung Wolf Biermanns in den siebziger Jahren
aus der DDR und war als freischaffender Komponist
sehr erfolgreich. Seine klare, rhythmisch prägnante Musiksprache
begeistert heute unmittelbar, gerade weil sie sich nicht den zeittypischen
Modeströmungen zuordnen lässt.
Ein würdiger Abschluss der diesjährigen Friedensdekade!
Über die Entstehung des Requiems von Wolfgang Amadeus Mozart
gibt es viele Gerüchte und längst ist dieses geniale Werk
zum Mythos geworden. Tatsache ist, dass ie in Moll geschriebenen
Werke des Meisters im Gesamtwerk eindeutig
n der Minderheit sind und sich stets durch eine ganz besondere musikalische
Tiefe auszeichnen. Man vergleiche nur die bekanntesten Vertreter
dieses Tongeschlechts C-Moll-Messe oder Klavierkonzert KV 466 in
d-Moll.
Das Requiem ist als Fragment überliefert undin der Fassung
des Mozart-Zeitgenossen
Franz Xaver Süßmayer vervollständigt und berühmt
geworden. Neben einiger weiterer
Versuche einer Ergänzung hat sich in jüngerer Vergangenheit
die 1996 vorgestellte Ergänzungdes amerikanischen Pianisten
Robert D. Musik in St. Johannis Levin als besonders stilvoll hervorgetan.
Der nahezu vollständig überlieferte Vokalsatz wurde von
Levin mit einem durchsichtigeren Orchestersatz versehen und durch
eine virtuose Amen-Fuge am Ende des "Lacrimosa" ergänzt.
Diese Fuge ist die Fortführung einer sechstaktigen Skizze Mozarts,
die dem Requiem zugeordnet wird.
Zur Umsetzung dieses anspruchsvollen Programms stehen der Göttinger
Stadtkantorei
wieder sehr gute Vokalsolisten und das Göttinger Symphonie
Orchester zur Seite.
Karten gibt es ca. vier Wochen vor dem Konzertunter www.reservix.de
oder über das Büro der Göttinger Stadtkantorei.
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