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Turmbesteigungen


Die Turmbesteigungen werden bis auf weiteres samstags um 12 Uhr und 14 Uhr mit Führung für Gruppen bis zu 25 Personen angeboten. Als "Eintritt" wird von Erwachsenen 2 Euro und von Kindern bis zu 14 Jahren 1 Euro erbeten.

 

Tag der Türme von St. Johannis

Bei vielen zu bedanken -
vor allem bei Gott

Mit diesen Worten eröffente Pastor Rudolf Grote die Andacht in der Johanniskirche zur feierliche Wiedereröffnung der Türme. Am 26. November, dem Sonnabend vor dem 1. Advent war es endlich soweit. Zehn Monate nach der Brandkatastrophe sind die Sanierungsarbeiten abgeschlossen, lediglich das Gerüst konnte wegen des Weihnachtsmarktes nicht vollständig abgebaut werden.
Dr. Eckhart von Vietinghoff, Präsident des Landeskirchenamtes in Hannover bezeichnete das Ereignis als "einen Tag der Gnade". Es habe ja schon Pläne zum Abtragen der Türme gegeben. Für die Verantwortlichen sei es "göttliche Gnade gewesen" sie mit den erforderlichen Mut auszustatten und sich auch Prügel zu stellen um Geldgeber zu gewinnen Vietinghoff dankte der Bauleitung, den Handwerkern und den vielen Spendern für kleine und große Gaben.
Kirchenvorsteherin Renat Just dankte dem Präsidenten für sein Engagement, da die Gemeinde 2001 sicht nicht in der Lage gesehen habe, ein Bauvorhaben in der Größenordnung von 7,3 Millionen Euro zu stemmen. Die Entscheidung, die baufälligen Türme aufwendig zu restaurieren, sei nicht nur die Folge empörter überregionaler Aufschreie über Abrissplöäne gewesen. Die Entscheidung für die Türme sei ein Wegweiser gewesen zum Nachdenken über gesamtgellschaftliche Aufgaben. "Gott braucht keine Kirchtürme, aber wir brauchen sie", sagte Just.


Pastor Rudolf Grote überreichte eine Schiefertafel aus dem Turm mit Widmung

Oberbürgermeister Jürgen Danilowski hatte in den Analen der Stadt gekramt. Für Sanierungsarbeiten am Nordturm im Jahr 1877 habe die Gemeinde seinerzeit Teile des Inventars versteigern müssen. Der finanziellen Beitrag der Stadt Göttingen an den Kosten der Turmsanierung sei vergleichsweise bescheiden aber mehr als symbolische Geste.
Jürgen Götz, bauleitender Architiket , gab der Hoffnung Ausdruck, nach fünfjähriger Bauzeit nun für 100 Jahre saniert zu haben. Er habe einen dreibeinigen Schemel ausgleichen müssen: Qualität, Termin und Finanzen. Den sogennanten Pfusch am Bau habe er zurückdrängen können.

Hartmut Steinbach von der deutschen Stiftung Denkmalschutz übergab eine Plakette als Erinnerung an die 250.000 Euro hohe Zuwendung seiner Organisation. Auch wurde der Gemeinde das Gemälde des Göttinger Internisten Jochen Kubosch vorgestellt.

Im Anschluß an die Andacht konnte der Turm erstmals wieder bestiegen werden. In der Turmkapelle hielt Grote stündlich Andachten.

Im Kirchenschiff ergab sich bei einem kleinen Imbiss noch die Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen

 
     
Eine Information der Johannisgemeinde aktualisiert 01.07.2008 webmaster